Häufig hört man von diesem Säuren-Basen-Haushalt, in Ratgebern, im Internet, in Zeitschriften und auch bei uns im Club. Was genau hat es damit auf sich?

Eine Übersäuerung wird als Azidose – oder Acidose (lat. acidus = Säure) bezeichnet. Man unterscheidet zwischen akuter Azidose oder chronischer Azidose. Eine akute Azidose muss notfallmedizinisch behandelt werden und tritt zum Beispiel bei Herzinfarkten mit auf. Interessanter für uns ist also eher die chronische, latente Azidose, kurz CLA. Diese ist eine dauerhafte, schleichende Form der Übersäuerung in den Körperzellen und Organen. Dabei muss das Organ noch gar nicht sauer im chemischen Sinne sein, also einen kleineren pH-Wert als 7 aufweisen. Auch wenn die Basen, die als Gegenspieler die Säure abpuffern, aufgebraucht sind, spricht man bereits von einer CLA.

Folgende Symptome weisen auf eine CLA hin:

  • Antriebsschwäche
  • Rasches Ermüden
  • Appetitlosigkeit
  • Muskel- und Gelenkbeschwerden
  • Hautprobleme
  • Bindegewebsschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Verlangsamter Stoffwechsel

Zusätzlich werden Säuren, die gepuffert aber nicht ausgeleitet werden können, mit Fett und Wasser im Bindegewebe eingelagert. Dort bremsen sie die Durchblutung, verstärken die Verklebung der Fettzellen und begünstigen die nachlassende Straffheit des Bindegewebes.

Was also tun?

Ein wichtiger Schritt ist es, die Ernährung zu verbessern.

Im Durchschnitt bestehen nur etwa 20 Prozent unserer Ernährung aus basenbildenden Lebensmitteln, wie Obst, Gemüse, Salat und stillem Wasser. Viel zu wenig, um die Basenspeicher zu füllen und so ein natürliches Säure-Basen-Gleichgewicht zu schaffen.

Der pH-Wert der Nahrung selbst sagt nichts über ihre säure- oder basenbildenden Eigenschaften aus. Saure Zitrusfrüchte beispielsweise werden basisch verstoffwechselt. Eiweiß in Milchprodukten wird dagegen sauer verstoffwechselt.

Eine weitere Ursache für Übersäuerung sind Diäten und Fastenkuren. Hier entstehen beim Fettabbau sogenannte Ketosäuren. Während einer Diät hat man ein wesentlich größeres Risiko für eine Übersäuerung. Eine mineral- und vitalstoffreiche Ernährung trägt hingegen erheblich zur Behandlung einer Übersäuerung bei.

Desweiteren müssen die „Altlasten“ raus und zwar aus dem Bindegewebe, um den Stoffwechsel zu normalisieren. Dies geschieht in drei Schritten:

  1. Lösen (aus dem Bindegewebe)
  2. Neutralisieren (der Säure)
  3. Ausleiten (der gepufferten Säure)

Diese drei Schritte  folgen festen Prinzipien, können sich aber in der Ausführung individuell unterscheiden. Durch die Erstellung eines Tagesprofils mit ph-Teststreifen kann es erste Hinweise geben, ob ein Risiko für eine Übersäuerung besteht. Gemeinsam mit Ihrem Zott-Gesundheitscoach wird dieses dann ausgewertet und das weitere Vorgehen besprochen.

Autor: Max März

  • Fitnessökonom B.A.
  • Ernährungsberater
  • Figurcoach
  • Cardio-, Reha- und Präventionstrainer