Warum uns zu viel Säure dick, schlapp und krank macht

Säure-Basen-Haushalt, was ist das genau?

 

gemuese-kochen-saeure-basen-haushalt-Im Zusammenhang mit unterschiedlichsten gesundheitlichen Themenfeldern ist der Säure-Basen-Haushalt heute in aller Munde. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff „Säure-Basen-Haushalt“? Der Säure-Basen-Haushalt ist ein physiologischer Regelkreis, der den pH-Wert des Blutes in unserem Körper auf relativ konstantem Niveau hält. Dieses pH-Wert Niveau ist basisch und liegt zwischen 7,35 und 7,45. Der Säure-Basen-Haushalt kann generell über den Stoffwechsel oder über die Atmung reguliert werden. Doch was passiert, wenn der Haushalt einmal aus dem Gleichgewicht gerät? Die moderne Ernährungs- und Lebensweise kann leicht zu einer Übersäuerung des Organismus führen. Entsprechend viele Menschen kämpfen heutzutage mit einem unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt.

Welche Auswirkungen hat eine Übersäuerung?

Diese Übersäuerung kann das Wohlbefinden beeinträchtigen! Viele Menschen ahnen gar nicht, dass eine Übersäuerung für ihre Beschwerden verantwortlich ist oder zumindest maßgeblich an deren Entstehung beteiligt war. Übersäuerung ist ein Zustand, der ganz zu Beginn eines jeden Leidensweges steht. Leider spürt man eine Übersäuerung anfangs nicht. Der menschliche Organismus versucht – oft über viele Jahrzehnte hinweg – eine bestehende Übersäuerung zu kompensieren. Das gelingt auch eine Zeitlang. Wie lange, das hängt von der individuellen Konstitution, dem Lebensstil und den persönlichen Reserven ab. Dann tauchen die ersten Symptome auf. Meistens fühlt man sich anfangs „nur“ ein wenig energielos, schlapp, müde und ohne jeglichen Antrieb. Im Laufe der Zeit kommen die verschiedensten Leiden und Symptome hinzu. Da viele Medikamente die bestehende Übersäuerung noch verstärken, droht ein Teufelskreis, nahezu ohne Ausweg.

Wann ist man „sauer“?

Doch was ist nun mit „Übersäuerung“ wirklich gemeint? Um unseren ausgeklügelten Säure-Basen-Haushalt in seinem Gleichgewicht zu halten, gibt es verschiedene körpereigene Regelmechanismen. Zu diesen Mechanismen gehören die Atmung, die Verdauung, der Kreislauf und die Hormonproduktion. Sie alle sind stets darum bemüht, den gesunden pH-Wert im Körper aufrecht zu halten. Der pH-Wert gibt an, ob eine Substanz sauer oder basisch ist, wobei ein Wert von unter 7 als sauer gilt und ein Wert von über 7 bis 14 als basisch. Wenn nun aufgrund äußerer Umstände zu viele Säuren in den Körper gelangen, dann arbeiten die Regelmechanismen auf Hochtouren. Irgendwann sind sie überstrapaziert und können die eintreffende Säureflut nicht mehr bewältigen. Der Zeitpunkt erster Beschwerden ist gekommen.

Was sind die Ursachen für Übersäuerung?

Normalerweise sollten wir essen, um unseren Organismus so zu versorgen, damit er gesund und munter leben kann. Bei der Verdauung und Verstoffwechselung gesunder Nahrung fallen einige wenige, unbrauchbare oder auch giftige Stoffe an. Diese werden von unserem Körper schadlos neutralisiert und ausgeschieden. Eine gesunde Ernährung und Lebensweise wird also nie im Übermaß schädliche Stoffe produzieren. Unser Körper bleibt im Gleichgewicht und wir bleiben gesund, jung und leistungsfähig. Wir essen oder tun heutzutage jedoch viele Dinge, die unseren Organismus übersäuern. Dazu zählen maßgeblich der Verzehr säurebildender Nahrungsmittel und eine ungesunde Lebensweise.

Übersäuerung entsteht hauptsächlich durch:

  • Tierische Eiweiße wie Fleisch, Wurst, Fisch und Eier
  • Milch und die meisten Milchprodukte
  • Sojaprodukte
  • Teig- und Backwaren
  • Süßspeisen
  • kohlensäurehaltiges Mineralwasser
  • Cola und andere Softdrinks
  • Kaffee
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Synthetische Lebensmittelzusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Süßstoffe wie z. B. Aspartam, etc.
  • „Amalgam“ Zahngifte wie Quecksilber, Palladium etc.
  • Toxine, die von Bakterien und Pilzen ausgeschieden werden
  • übertriebenen Sport
  • aber auch durch Depression, Stress, Angst, Sorgen, Ärger und negative Gedanken

Übersäuerung macht dick, schlapp, faltig und verursacht Schmerzen

Fallen beim täglichen Stoffwechsel so viele Säuren und Schlacken an, dass unser Körper sie alle gar nicht entsorgen kann, dann müssen diese Schlacken irgendwo zwischengelagert werden und sie werden zum Beispiel in das Bindegewebe verschoben – Falten oder Cellulite entstehen.

Sie werden auch in die Gelenke gepackt, wo sie zu Schlacken führen zu Arthritis„Arthritis und Schlacken führen zu Arthrose führen. Auch in den Nieren, der Galle oder in der Blase sammeln sich Schlacken an und wachsen dort zu Nierensteinen, Gallensteinen oder Blasensteinen heran. Der Organismus lagert gewisse Schlacken sogar in den Blutgefäßen, wo sie zu Verengungen, dann zu Bluthochdruck und schließlich zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen können.

 

Was sind Schlacken?

Schlacken sind neutralisierte Säuren. Säuren selbst können im Organismus kaum gelagert werden. Sie würden unsere Eingeweide verätzen. Aus diesem Grunde müssen die entstehenden Säuren mit Hilfe basischer Mineralstoffe wie z. B. Calcium oder Magnesium neutralisiert werden. Neutralisierte Säuren sind Salze.

Bei der heute üblichen Säureflut entstehen tagtäglich derart viele Salze, dass unsere Ausscheidungsorgane (Lunge, Nieren, Darm und Haut) mit ihrer Entsorgung vollkommen überfordert sind. Die Salze (oft auch Schlacken genannt) werden – wie weiter oben bereits erklärt – eingelagert und können jetzt (chronische) Krankheiten und Altersbeschwerden verursachen. Erste Anzeichen sind Unwohlsein, Energielosigkeit und unerklärliche Müdigkeit. Harnsäure beispielsweise entsteht bei der Verstoffwechslung von Fleisch und Fleischprodukten. Wird Harnsäure neutralisiert, entstehen Harnsteinkristalle. Diese lagern sich in den Gelenken ab – Arthrose und Gicht sind mögliche Folgen. Getreide enthält viel Schwefel und Phosphor. Daraus entstehen Schwefel- und Phosphorsäuren. Wenn das basische Calcium nun die Phosphorsäure neutralisiert, dann entstehen weiße Kristalle, die sich in den Nieren ablagern können. Man nennt sie Nierensteine. Oft heißt es, überschüssiges Calcium sei dafür verantwortlich. In Wirklichkeit sind es die schädlichen Säuren, die von basischem Calcium neutralisiert wurden, um den Körper vor dem vorzeitigen Säure-Tod zu retten.

Was ist chronischer Mineralstoffmangel?

Das Problem ist nicht einmal „nur“ die Einlagerung der Schlacken im Organismus, sondern außerdem der dadurch stattfindende Verschleiß an basischen Mineralstoffen, was langfristig zu einem chronischen Mineralstoffmangel führt. Da die übliche Zivilisationskost bevorzugt aus Weißmehl, Zucker und verarbeiteten Milch- und Fleischprodukten besteht, die von Haus aus sehr wenig Mineralstoffe enthält und gleichzeitig aufgrund ihres gravierenden Säurepotentials eine enorme Mineralstoffmenge zur Neutralisierung der Säuren verlangt, müssen dazu die körpereigenen basischen Mineralstoffvorräte angegriffen werden. Das bedeutet: basische Mineralien wie Calcium und Magnesium werden aus den Knochen, den Knorpeln, den Zähnen, dem Bindegewebe, dem Haarboden, den Sehnen und anderen mineralstoffreichen Geweben gezogen, um die gefährlichen Säuren zu neutralisieren. Da mit der üblichen mineralstoffarmen Ernährung nicht genügend Mineralstoffe eintreffen, um diese Vorräte wieder aufzufüllen, entwickelt sich ein chronischer Mineralstoffmangel, der wiederum die unterschiedlichsten gesundheitlichen Folgen haben kann.

 

Wie ist es um Ihren persönlichen Säure-Basen-Haushalt bestimmt?

Wenn Sie den Grad Ihrer persönlichen Übersäuerungssituation erfahren möchten, überprüfen Sie Ihren Säure-Basen-Haushalt! Mit Hilfe von pH-Teststreifen können Sie den pH-Wert Ihres Urins messen. Das folgende Diagramm zeigt einen optimalen Verlauf des pH-Werts über den Tag:ph-Wert-Tagesverlauf
Sollten Sie hier Abweichungen entdecken, können verschiedene entsäuernde Maßnahmen der bestehenden Übersäuerung Einhalt gebieten. Mit einem umfassenden Entsäuerungsprogramm zur Entsäuerung des Körpers lassen sich eintreffende Säuren rasch ausleiten sowie eingelagerte Schlacken lösen und ebenfalls aus dem Körper entfernen. Damit lässt sich die Entwicklung hin zu Krankheit und vorzeitiger Alterung aufhalten oder sogar umkehren. Sie können mit jedem Tag wieder gesünder und jünger werden.

 

Die Lösung heißt Entsäuerung

Die richtige Entsäuerung besteht aus drei Schritten:

  • lösen
  • neutralisieren
  • ausleiten

Schlacken lösen Sie am einfachsten, indem Sie viel trinken! Stilles Wasser und Kräutertees sind hier die Getränke der Wahl. Neutralisieren Sie eintreffende Säuren direkt durch den Verzehr von reichlich Obst und Gemüse – vielen pflanzlichen Vitalstoffen, die basisch wirken. Durch gezielte basische Nahrungsergänzung verstärken Sie diesen Effekt.

Verwenden Sie basische Körperpflege um die gelösten Schlackenstoffe aus dem Körper auszuleiten.
Und zu guter Letzt genießen sie die Auswirkungen eines ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalts leichtere Gewichtsreduktion durch einen aktiveren Fettstoffwechsel

  • straffere Haut
  • Allergien und Kopfschmerzen verschwinden
  • Gelenkschmerzen werden gelindert
  • Verbesserte Sehkraft
  • Ein starkes Immunsystem
  • Reduzierte Infektanfälligkeit
  • Und so halten Sie Ihren Säure-Basen-Haushalt dauerhaft im Gleichgewicht
  • Viel trinken (stilles Wasser und Kräutertees)
  • Basische Körperpflege
  • Basenüberschüssige Ernährung
  • ggf. basische Nahrungsergänzung
  • regelmäßige Basenbäder (min. 1x pro Woche)
  • regelmäßiges Training / körperliche Aktivität
  • regelmäßige Überprüfung des pH-Werts

Sie haben Fragen zu Ihrem Säure-Basen-Haushalt? Wir sind jederzeit für Sie da!
Ihr Marc

Autor: Marc Schubert

  • Fitnessökonom B.A.
  • Ernährungsberater
  • Figurcoach
  • Cardio-, Reha- und Präventionstrainer