Mit diesen Tipps kommen Sie entspannter und gesünder durch den Büroalltag

Deutschland sitzt sich krank

Wir sitzen zuviel. Bei jeder Gelegenheit setzen wir uns hin – unser Körper ist dafür eigentlich nicht gemacht.

Die meiste Zeit des Tages verbringen wir sitzend. Wir sitzen beim Frühstück, im Auto, am Schreibtisch und vor dem Fernseher. Kaum müssen wir irgendwo einmal stehen, ärgern wir uns. Gleichzeitig plagt uns das schlechte Gewissen, denn im Grunde wissen wir doch, dass wir uns mit all dem Rumsitzen nur schaden. Unser Bewegungsapparat wurde für maximal sieben Stunden sitzen gemacht. Da wundert es nicht, dass 80 Prozent der Deutschen mindestens einmal in ihrem Leben heftige Schmerzen zwischen Nacken und Steißbein erleben. Zu jedem beliebigen Zeitpunkt haben hierzulande, laut einem Gesundheitsreport des Robert-Koch-Instituts, 39 Prozent der Frauen und 31 Prozent der Männer einen Schmerz im Rücken. Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann leiden sogar an chronischen Schmerzen entlang der Wirbelsäule. Kein Wunder, dass dadurch  jeder zehnte Krankschreibungstag auf das Konto von Rückenbeschwerden geht.

Die fortschreitende Digitalisierung macht das nicht besser. Das Leben findet vor Bildschirmen statt. Neben Dysbalancen in der Muskulatur und schmerzhaften Verspannungen, führt der geringe Energieverbrauch zu einem trägen Stoffwechsel und damit zur Gewichtszunahme. Wer regelmäßig trainiert, seine Muskulatur kräftigt, seinen Stoffwechsel ankurbelt, sieht sich im Büro trotzdem mit diesem Dauersitzen konfrontiert. Welche Möglichkeiten gibt es also, um dieser Bewegungslosigkeit im Alltag zu entgehen? Lassen Sie uns das in zwei Bereiche teilen: Zum einen, wie Sie Gewohnheiten durchbrechen und zum anderen, was Ihnen hilft wenn sich Beschwerden melden.

So kommt Bewegung in Ihren Büroalltag

  • Alle 45 min aufstehen und ein wenig umhergehen. Das verhindert, dass der Energiebedarf auf ein Minimum absinkt und fördert die Durchblutung (besonders in den Beinen).
  • Viel stilles Wasser trinken. Das verbessert die Konzentration und die Schmierung von Gelenken und Bandscheiben. Je flüssiger das Blut ist, desto besser kann es all seine Transportaufgaben erledigen.
  • Keine Naschereien. Jeder kennt einen Kollegen, der immer etwas Süßes in seiner Schublade hat. Seien sie nicht dieser Kollege und verzichten Sie auf unnötige Kalorien und Zucker. Das nebenher genaschte, ohne echte Aufmerksamkeit dafür, nimmt das Gehirn gar nicht richtig wahr. Die Kalorienbilanz schon. Außerdem fördert der Zucker den rasanten Anstieg des Blutzuckers und führt zu Heißhunger. Naschereien am besten nach der Mahlzeit bewusst genießen.
  • Arbeiten Sie immer wieder stehend. Ein höhenverstellbarer Arbeitsplatz ist Gold wert, um Fehlhaltungen vorzubeugen und den Rücken zu entlasten.

Arbeiten im Stehen ist gesund.

Verspannungen haben sich gemeldet?

Mit diesen Übungen können Sie gegensteuern. Bitte jede Übung zweimal 30 Sekunden halten:

  • Aufrecht sitzen, Beine ganz austrecken, Zehenspitzen zum Körper ziehen.
  • Aufrecht sitzen, eine Schulter abwärts schieben, Kopf in die entgegengesetzte Richtung neigen, dann die andere Seite.
  • Aufrecht sitzen, Arme über den Kopf strecken und Hände zusammenführen, Arme und Oberkörper in eine Richtung zu Seite neigen, danach zur anderen Seite.
  • Auf die Stuhlkante sitzen, Beine doppelt hüftbreit aufstellen, Oberkörper zwischen die Beine nach unten gleiten lassen, Hände auf den Boden, Kopf hängen lassen, dann einen Katzenbuckel machen und halten.
  • Aufstehen, Arme hinter den Rücken zusammenführen, Schultern nach hinten ziehen, die Hände umfassen sich, aufrecht bleiben und die Arme hinter dem Rücken soweit es geht anheben.
  • Aufstehen, Beine gestreckt halten, den Oberkörper nach unten hängen lassen und versuchen mit den Händen den Boden zu berühren.

Wir wünschen Ihnen einen entspannten und gelungenen Arbeitsalltag.

Ihr Max

Fitnesstrainer Max März - Zott Fitnessclub

Autor: Maximilian März

  • Fitnessökonom B.A.
  • Ernährungsberater
  • Figurcoach
  • Cardio-, Reha- und Präventionstrainer

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