Light-Produkte findet man überall. Sie suggerieren, dass wir kalorienärmer und gesünder essen und werden von vielen Konsumenten als „Essen ohne Reue“ betrachtet. Ist das denn wirklich so?

Mogelpackung-Lightprodukte-TeaserWas ist bei Light-Produkten eigentlich leicht?

Unbedingt zu berücksichtigen ist, dass nicht gesetzlich festgelegt ist, was den Ausdruck „light“ rechtfertigt. Dabei kann es sich um Fett, Zucker oder einen anderen Bestandteil handeln. Seit 2007 gibt es zwar eine EU-Verordnung, die „light“ definiert. Darin muss der Hersteller jedoch lediglich angeben, was das Lebensmittel „leicht“ macht. Das wäre dann beispielsweise die Angabe, ob Fett oder Zuckergehalt reduziert wurde und welche Ersatzstoffe verwendet wurden, jedoch nicht, ob das Lebensmittel tatsächlich weniger Kalorien enthält.

Sind Light-Produkte automatisch kalorienarm oder fettreduziert?

Die Bezeichnung „Light“ sagt also nicht aus, ob ein Produkt kalorienärmer ist. Anders bei der Bezeichnung „fettreduziert“. Hier sind die Vorgaben für die Produktkennzeichnung klar definiert und es muss tatsächlich mind. 40% weniger Fett enthalten sein. Auch die Ausdrücke „kalorienarm oder kalorienreduziert“ sind klar geregelt. Nur Produkte, die maximal 50 kcal und bei Getränken sowie Suppen 20 kcal pro 100 g enthalten, dürfen als „kalorienarm“ bezeichnet werden. „Kalorienreduzierte“ Lebensmittel, müssen mind. 40 % weniger Kalorien enthalten als übliche Produkte.

Welche Nachteile haben Light-Produkte?

Light-Produkte haben gegenüber dem Original den Nachteil, dass der Geschmacksträger „Fett“ fehlt.

Das führt dazu, dass gerne mehr von dem Light-Produkt verwendet wird, um Geschmack zu erzeugen. Es lässt sich auch schwer ermitteln wie viele Kalorien eingespart werden können. 30% weniger Fett besagt nicht 30% weniger Kalorien. Und statt Fett kann der Hersteller stattdessen umso mehr Zucker und Kohlenhydrate verwendet haben.

Auch wird immer wieder die Kritik laut, dass bei Süßstoff mehr Insulin ausgeschüttet wird, als bei Haushaltszucker und dass künstliche Ersatzstoffe langsamer abgebaut werden als Natürliche. Light-Produkte sind also nicht gesünder als das Original und verleiten dazu mehr davon zu essen.

Gesunde-Produkte-LebensmittelBewusster Einkaufen!

Je natürlicher wir essen, desto besser. Für eine bewusste Ernährung lohnt ein Blick auf die Zutatenliste. Zahlreiche Farb-, Konservierungs- und/oder Süßstoffe ernähren uns nicht besser.

Am besten ist eine Kalorienreduktion mittels Produkten, die von Natur aus wenig Fett enthalten, wie magerer Schinken, nahezu alle Gemüse- und Obstsorten, Hülsenfrüchte, Fisch, und Vollkornprodukte.

Wenn diese im Speiseplan bevorzugt werden, sieht die Ernährung bereits kalorienarm und gesund aus.

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Autor: Simon Jahn

  • Junior Fitness Manager