Nackenschmerzen

Ihre Ursachen und was Sie dagegen tun können

 

nackenschmerzen_520x350Es gibt kaum jemanden der nicht zeitweilig oder sogar ständig unter einer verspannten Nackenmuskulatur leidet. Spricht man von der Nackenmuskulatur, so ist in erster Linie der Trapezmuskel (Musculus trapezius) gemeint, der wegen seiner Form auch „Kapuzenmuskel“ genannt wird. Einseitige Belastungen im Alltag, wie Schreibtischarbeit oder Autofahren führen häufig zu Verspannungen im Nacken, die Kopfschmerzen und Schwindel verursachen können. Stress und Druck sind einer der weiteren Hauptursachen für die schmerzhaften Verspannungen.

Das hängt mir im Nacken! 

Bei Stress und wenn wir uns unter Druck fühlen, neigen wir dazu die Schultern stetig hochgezogen zu halten.

Eine genetisch hinterlegte und instinktive Schutzreaktion, um die empfindliche Nackenregion zu schützen. Das kann sich so manifestieren, dass wir die Schultern gar nicht mehr absenken. Schauen Sie einmal in den Spiegel, ob Ihre Schultern den Ohren näher sind als sie sein sollten und versuchen Sie die Schultern weiter abzusenken während Sie tief ausatmen.

 

Vermeiden Sie die „Hennenhaltung“ und den „Handy-Nacken“

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Wenn sich Nase und Kinn immer weiter Richtung Bildschirm bewegen und sich der Kopf weit vor, anstatt über dem Körper befindet, sind Nackenverspannungen gewiss und es wird Zeit für eine Lesebrille oder eine größere Bildschirmdarstellung. Ein Neuzeit-Phänomen ist der „Handy-Nacken“. Durch die stetig nach unten geneigte Kopfhaltung wirken enorme Belastungen auf die Wirbelsäule.

 

 

Wenn Nackenschmerzen nichts mit dem Nacken zu tun haben

Die  Ursache für Nackenschmerzen kann auch in einer völlig anderen Stelle des Körpers liegen. Durch ein Ungleichgewicht der Muskulatur zwischen Oberschenkelvorder- und Rückseite sowie zwischen Hüftbeuge- und Gesäßmuskulatur oder zwischen der Brust- und der Muskulatur des oberen Rückens, kann es zu einem Rundrücken kommen. In Verbindung mit einer schwachen Bauchmuskulatur fällt der Brustkorb nach vorn ein, sodass der Nacken konstant überstreckt werden muss, um den Kopf gerade zu halten.

 

Nackenmuskeln mehr dehnen als trainieren

Da die Nackenmuskulatur aufgrund der Fehlbelastung sowieso schon zur Verkürzung und Überspannung neigt, sollte dieser Bereich nur bedingt trainiert werden. Außerdem werden viele Bereiche der Nackenmuskulatur bereits durch das Schulter- und Rückentraining mit trainiert. Daher sollte ein Nackentraining vor allem ein Dehnen und Lockern von Verspannungen in der Nackenregion darstellen.

Der obere Teil des Kapuzenmuskels wird aktiv wenn die Schultern angehoben werden sollen. Eine sanfte Kräftigung und Mobilisation der Nackenmuskulatur erreichen Sie z.B. indem Sie die Schultern bis zu den Ohren ziehen und anschließend locker fallen lassen.
Zur Dehnung des Trapezmuskels wird lediglich der Kopf bewegt. Vorsichtige Kopfkreise, das Führen des Kinns zur Brust für einen langen Nacken und sanftes Neigen, sowie Drehen des Kopfes sind die einfachsten und wirkungsvollsten Übungen zur Entspannung. Wärme und Massagen helfen ebenfalls bei der Lockerung.

Der Volksmund drückt es treffend aus: „Das hängt mir im Nacken“. Befreien Sie sich davon und fragen Sie Ihren Zott-Fitnesscoach wenn Ihnen Ihr Nacken den Alltag schwer macht.

Autor: Marc Schubert

  • Fitnessökonom B.A.
  • Ernährungsberater
  • Figurcoach
  • Cardio-, Reha- und Präventionstrainer