Vermeintlich fit?

Was einseitiges Training anrichtet

Die Möglichkeiten sich zu bewegen sind so vielfältig wie der Mensch selbst. Laufen, fahrradfahren, Ballsportarten, schwimmen, Gartenarbeit, alles eine gute und gesunde Art sich zu bewegen. Trotzdem wird dabei der Bewegungsapparat immer auf die gleiche Weise beansprucht; statt Ganzheitlichkeit stellt sich Einseitigkeit ein. Der zu berücksichtigende Aspekt bei der  Ausübung bestimmter Sportarten ist, dass der Körper zwar in Bewegung  ist, die Muskulatur jedoch nur einseitig oder zu wenig zum Einsatz  kommt. Zudem gewöhnt sich der Körper schnell an die Bewegungsabläufe, erhält keinen Trainingsreiz mehr und sieht keine Notwendigkeit  Muskulatur zu erhalten, geschweige denn aufzubauen. So fühlt sich der sportlich aktive fit, denn in seiner spezifischen Bewegungsart ist er unschlagbar.

Auch der Marsch durch die Termine der Woche hinterlässt nicht unbedingt das Gefühl zu wenig Bewegung gehabt zu haben, gerade bei Tätigkeiten, in denen viel Stehen und Gehen zum Alltag gehören. Trotzdem fehlt auch hier grundsätzlich die Ausgewogenheit.

Wann ist man eigentlich fit?

Die  WHO (World Health Organization) hat dafür eine offizielle Definition:  Fitness ist die Fähigkeit zur Bewältigung der vielfältigen Anforderungen, die das Leben in physischer, psychischer und sozialer Hinsicht stellt. Klingt gut, aber welche Trainingsart führt denn am ehesten zur körperlichen Fitness? Prof. Dr. Hollmann und Prof. Dr.  Hettinger haben hierfür eine Definition, die besagt, dass ein vollständiges Training zur Verbesserung der allgemeinen Fitness alle 5 motorischen Fähigkeiten trainiert und schult. Diese werden benannt mit: Koordination, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer.

Was bedeutet das für Ihr Training?

blog-contentEinfach vielseitig bleiben, Dehnen und Koordinationsübungen nicht vernachlässigen und den Trainingsplan immer wieder umstellen. Neues probieren und für Abwechslung sorgen. So bekommt der Körper immer neue Trainingsreize, auf  die er sich einstellen muss und die dadurch zur Leistungssteigerung führen.

Der eigene Trainingsplan kann zu Dysbalancen führen

Wer alleine trainiert und sich nur seinem eigenen Trainingsplan zuwendet,  der läuft Gefahr bevorzugt seine „Lieblingsmuskeln“ zu trainieren. Das  sind bei Männern Arme und der Schulterbereich und bei Frauen Beine und  Gesäß. Der Rücken gehört nicht zu den favorisierten Muskelgruppen. Bei Trainingsprogrammen ist darauf zu achten, dass die Muskulatur ausgewogen trainiert wird, sonst entstehen muskuläre Dysbalance. Lassen Sie sich bei Ihrem Trainingsplan von einem Gesundheitscoach beraten.

Zu viel Training macht krank

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Immer noch wird viel zu häufig angenommen: je mehr Sport desto besser. Dabei ist die richtige Dosierung entscheidend. Stehen Anstrengung und Erholung in einem Missverhältnis, reagiert der Körper mit Überforderung, da er mit der Anpassung nicht hinterher kommt. Wer überdiszipliniert seine Sportroutine einhalten möchte, Schmerzen oder Erschöpfung ignoriert, schadet sich nur. Außer, dass die gut gemeinte Disziplin Verletzungen fördert, ist auch das Immunsystem beeinträchtigt und Gelenkbeschwerden, Herzrasen und Schlafstörungen können sich einstellen. Äußerst wichtig ist es, auf ausreichend Regeneration zu achten und dabei auch die berufliche oder private Belastung zu berücksichtigen. Entspannung verdient im Trainingsplan einen großen Stellenwert!

Zu wenig Training macht schwächer

Genauso kontraproduktiv ist die Angewohnheit, genau die Bewegungsabläufe zu trainieren, die vertraut sind und das Gefühl vermittelt „Das kann ich gut“! Werden dem Körper jedoch keine neuen Herausforderungen gegeben, stagniert das Leistungsniveau nicht nur, es sinkt sogar. Warum sollte der Körper auch Anpassungsprozesse starten, wenn es doch so leicht war.

Für Sie die richtige Mischung aus Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination zu finden, in der nötigen Intensität, mit ausreichend Pausen, dafür sind die Zott – Gesundheitscoaches für Sie da!