Welchen Sonnenschutz braucht die Haut?

Wie so oft ist auch beim Sonnenbaden die Dosierung entscheidend – und was tun, wenn eine größere Outdooraktivität geplant ist?

Sonnenschutz bei Outdooraktivität für die HautSonne regt die Ausschüttung der Beta-Endorphine, einem Wohlfühlhormon, an. Und die Bildung von freien Radikalen, die durch das UV- Licht entstehen. Diese setzen wichtige Prozesse im Körper in Gang. Nur bei zu viel des Guten gerät das Verhältnis von freien Radikalen, die in guter Mission unterwegs sind, ins Wanken. Dann stimmt das Gleichgewicht zu den schützenden Antioxidantien nicht mehr und das UV-Licht führt zu vorzeitigen Fältchen und Schlimmerem.

In der Mittagssonne hat die Haut schon nach 10 Minuten ohne Sonnenschutz genug. Wie hoch der Lichtschutzfaktor sein sollte hängt sehr vom Hauttyp ab und natürlich in welchen Breitengraden oder Höhen Sie sich befinden. Es lohnt sich, sich hierfür ausführlich beraten zu lassen und nicht erst
Vorort irgendeinen Sonnenschutz zu kaufen. Denn die Wahl des passenden Sonnenschutzes hat seine Tücken.

Damit die Haut möglichst schadlos genügend Vitamin D absorbieren kann, empfehlen Dermatologen, besonders für helle Hauttypen, einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF). Das Tückische daran; ein LSF 50 blockiert die UVB-Strahlen, jedoch nicht die UVA-Strahlen. Das senkt zwar das Risiko eines Sonnenbrandes, für den die UVB Strahlen verantwortlich sind, stattdessen bekommt die Haut die langwelligen UVA-Strahlen ungehindert ab. Das UVA Licht regt die Produktion des Melanin an, dieses zeigt sich in der gebräunten Haut. Doch UVA-Strahlen sind für die vorzeitige Hautalterung verantwortlich. Achten Sie bei der Wahl Ihres Sonnenschutzes auf einen Schutz vor beiden Strahlen. Als ausgewogen gilt ein Verhältnis von 1:3 von UVA zu UVB Faktor.

Was tun wenn es zu viel war?

Einfach die Zeit vergessen und schon ist es passiert, die Haut spannt, brennt und ist gerötet. So besänftigen Sie Ihre Haut wieder, damit Sie Ihnen den Sonnenbrand nicht zu übel nimmt:

  • Aloe-Vera-hilft-Sonnenbrand-Sonnenschutz-SonnencremeKühlung ja, aber nicht übertreiben. Man weiß mittlerweile, dass zu viel Kühlung die körpereigene Abwehr reduziert und damit die Heilung verzögert! Kühlende Maßnahmen sollten nicht kälter als 15 bis 20 Grad sein.
  • Alle Präparate mit Fettgehalt meiden! Öle und Salben auf Fettbasis beinträchtigen die Atmung der Haut und können zu einem Hitzestau führen. Das macht den Brandy nur schlimmer.
  • Aloe Vera gehört zu den ältesten Heilpflanzen der Menschheit und ist eine kleine Wunderwaffe gegen Hautschäden. Sie beschleunigt die Geweberegeneration und gilt als „Erste-Hilfe-Pflanze“ für kleine Schnittwunden, Hautirritationen und Sonnenbrand.
  • Eine Kolloidale-Silber Creme enthält einen Kolloidalen-Silber-Anteil von 85 Prozent und bewährt sich
    immer wieder bei jedweden Hautproblemen.
  • Umschläge mit Natronwasser (1 TL Natron pro Liter Wasser). Das basische Pulver in Wasser aufgelöst hat einen beruhigenden Effekt.
  • Weiteres Sonnenbaden ist nun tabu!

Achtung: Das alles gilt bei einer leichten Rötung! Ein Sonnenbrand mit Blasenbildung ist eine Verbrennung zweiten Grades und sollte daher auch wie eine Brandwunde behandelt werden. Ein Arztbesuch wäre angebracht.

Tipps zu Wahl des richtigen Sonnenschutzes und der Anwendung

  • Eine Creme (Öl-in-Wasser-Zubereitung) lässt sich leicht auftragen, jedoch auch leicht abwaschen. Sie eignet sich am besten für eine normale und Mischhaut.
  • Eine Sonnenmilch ist leichter als eine Creme. Löst sich beim Schwitzen und Baden noch schneller (selbst wasserfeste Produkte) und sollte immer wieder neu aufgetragen werden.
  • Hydrogele (ölfrei) schützen nur mäßig vor UV-Strahlen und waschen sich leicht ab. Sie sind deshalb eher für Personen mit stark fettender Haut oder Akne geeignet.
  • Lipogele (fetthaltig) sind wasserabweisend und deshalb besonders für Personen mit trockener Haut und für den Wassersport geeignet.
  • Sie dürfen beim Sonnenschutz dick auftragen!
  • Nachcremen ist empfehlenswert. Jedoch verlängert mehrfaches Auftragen den maximalen Schutz nicht. Wenn ein Produkt mit LSF 20 die Sonnenschutzzeit theoretisch von 5 Minuten auf 100 Minuten verlängert, so werden bei nochmaligem Auftragen keine 200 Minuten Schutz daraus.
  • Der sicherste Schutz ist immer noch der Aufenthalt im Schatten oder eine helle und luftige Bekleidung! Auch hierbei dringen genügend der „Braun machenden“ UVA Strahlen durch.
  • In der Nähe des Äquators sowie bei Aufenthalten im Gebirge und am Meer wählen Sie einen höheren Schutzfaktor.
  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, kein Sonnenschutzmittel mit der Filtersubstanz 4-MBC (3-(4-Methylbenzyliden)-DL-campher) zu verwenden.
  • Wer Naturkosmetik bevorzugt, kann auf Mittel mit rein mineralischem Schutz ausweichen, da die Unbedenklichkeit der ansonsten chemischen UV-Filter nicht bewiesen werden konnte.
  • Auch Parabene sollten unbedingt keine enthalten sein. Sie dienen als Konservierungsstoff und stehen in dem Verdacht das Hormonsystem zu beeinflussen.
  • Duftstoffe können Allergikern unangenehm zusetzen.
  • Für die empfindliche Kopfhaut geht nichts über eine schicke Kopfbedeckung
  • Und auch das Augenlicht (UV fördert den grauen Star!) nimmt am wenigsten Schaden mit einer guten Sonnenbrille mit UV-Schutz.

Die Pflege danach

Sonnenschutz Beratung in der ApothekeSonnenstrapazierte Haut braucht nun viel Feuchtigkeit und Erholung. Wirkstoffe wie Aloe Vera beruhigen irritierte Haut, helfen zu regenerieren und versorgen die trockene Haut mit Feuchtigkeit.
Die Hyaluronsäure ist Hauptbestandteil unserer Gelenkflüssigkeit und besitzt die Fähigkeit sehr große Mengen an Wasser zu binden. Diese Fähigkeit machte sich die Kosmetik zu Nutze. Achten Sie in der Zeit nach dem Sonnenbaden ganz besonders auf eine extra Portion Feuchtigkeit bei Ihrer Reinigung und Pflege. Hochwertige Produkte mit Aloe Vera und Hyaluron finden Sie in gut sortierten Drogerien und Parfümerien und in unserem Zott Shop: www.zott-shop.de/zott-cosmetics.

Vanessa Combes Zott - Fit mit System

Autor: Vanessa Combes

Aesthetic & Operation Managerin