Manche sind sich sicher, dass sie sich im alltäglichen Geschehen bereits genügend bewegen, sich ausgewogen ernähren und sich als normalgewichtig betrachten können, also warum gezielte Bewegung?

Bewegung im Alltag und bei der Arbeit ist selten ausreichend, weder für das Herz-Kreislaufsystem, das nur kräftiger wird, wenn es mit der optimalen Intensität gefordert wird, noch für die Skelettmuskulatur, die bei alltäglichen Bewegungen niemals ausgewogen, sondern immer einseitig gefordert wird.

Bekannt ist, dass Bewegung und Muskulatur den Stoffwechsel ankurbeln und damit eine entscheidende Rolle bei der Gewichtsoptimierung spielen, genauso wie die positive Auswirkung auf die Kräftigung und Stabilisierung von Sehnen, Bändern und Gelenken.

Da gibt es jedoch noch viel mehr Auswirkungen, die einer Ersatztherapie anstelle von Medikamenten gleich kommen.

  • Bewegung wirkt auf die Stimmungslage. Drei mal wöchentlich eine halbe Stunde wirkt auf das seelische Befinden wie stimmungsaufhellende Medikamente.
  • Bei Herzmuskelschwäche baut sich die Herzmuskulatur weiter ab, je weniger man sich bewegt. Chronische Herzinsuffizienz kann durch Bewegung unbedingt positiv beeinflusst werden.
  • Bewegung verhindert, dass zu hohe Blutfettwerte die Bildung von Gallensteinen begünstigen. Die Verdauung eines bewegten Körpers arbeitet wesentlich besser und wirkt dadurch vorbeugend gegen Darmkrebs.
  • Bewegung verbessert die DNA. Schon ein einzelnes Training zeigt Effekte, beugt chronischen Erkrankungen vor und gibt die gestärkten Gene an die nächste Generation weiter.
  • Bewegung beugt Sarkopenie (schleichender Verlust an Muskelkraft mit zunehmendem Alter) vor, trainiert die Koordination und ist somit eine hervorragende Verletzungs- und Unfallprophylaxe.
  • Bewegung beugt Diabetes, Infarkten und Gedächtnisschwund vor.

Das „Altern“ ist in hohem Maße das Resultat von Inaktivität. Bewegung ist also keineswegs eine nützliche Zugabe, um die Gesundheit zu verbessern, sondern vielmehr die Voraussetzung, die das normale Funktionieren des Menschen erst ermöglicht.

Autor: Max März

  • Fitnessökonom B.A.
  • Ernährungsberater
  • Figurcoach
  • Cardio-, Reha- und Präventionstrainer